48. ADAC Nordheide JKS (30.08.2026)


Fünf Klassen, fünf Siege: Buchholzer Heidering räumt beim Jugendkartslalom ab

Tostedt, Sonntag, 30. August. Fünf Klassen, fünf Siegerpokale und jede Menge Spannung auf dem Parcours, den das Schiedsgericht frühmorgens aufgebaut hat: Die Kinder und Jugendlichen des AC Buchholzer Heiderings e.V. haben beim 48. ADAC Nordheide Jugendkartslalom einen perfekten Heimwettbewerb hingelegt. In allen fünf Altersklassen setzte sich ein Buchholzer an die Spitze. Damit gingen zum ersten Mal sämtliche Klassensiege nach Buchholz.

Bei durchwachsenem, aber überwiegend trockenem Wetter traten insgesamt 52 Nachwuchsfahrerinnen und -fahrer beim Rennen an. Kartslalom bedeutet dabei weit mehr als einfach Gas geben. Die jungen Fahrer müssen ihr Kart möglichst schnell durch Slalomgassen, Tore und enge Passagen manövrieren – und dabei die Pylonen stehen lassen. Denn jeder Fehler kostet wertvolle Strafsekunden. Schon ein kleiner Patzer kann deshalb eine schnelle Runde ins Mittelfeld zurückwerfen. Umso wichtiger sind Konzentration, eine saubere Linie und eine präzise Fahrzeugbeherrschung. Fahrer, Trainer, Teamkollegen und Familie blicken nach dem Zieleinlauf zuerst auf die Zeitanzeige und warten dann gespannt auf die Durchsage der Strafsekunden. Erst dann entscheidet sich, ob gejubelt werden darf oder das Rennen womöglich gelaufen ist.



K5: Eric Sparsam holt sich den Sieg

Die älteste der fünf Klassen ging gleich früh morgens als erste auf die noch feuchte Strecke. Eric Sparsam vom AC Buchholzer Heidering testete den Parcours in den beiden Trainingsläufen voll aus und kassierte zwölf Strafsekunden. In den Wertungsläufen kam er ohne Strafsekunden ins Ziel und holte sich den Klassensieg, dicht gefolgt von Maximilian Kaluza vom MSC Trittau, der jedoch eine Pylone kassierte, und Robert Rottluff vom MSC Bad Schwartau.

Stina Rokitta vom AC Buchholzer Heidering kam auf Platz fünf, Teamkollege Bjarne Rowoldt belegte Platz sieben. Seiner Fahrzeit wurden sechs Strafsekunden aufgeschlagen, was einen in dieser Klasse extrem nach hinten wirft. Als Rookie fehlt ihm in dieser Klasse die Erfahrung. Um so eindrucksvoller ist, dass er ohne die Pylonenfehler mit den Zeiten seiner Konkurrenten mithalten kann.

K2: Lian Marten Schulz setzt sich gegen 16 Konkurrenten durch

Auf der Rundstrecke und im Kartslalom zu Hause: Lian Marten Schulz

Mit 17 Startern war die K2 die größte Klasse des Tages. Lian Marten Schulz vom AC Buchholzer Heidering behält nicht nur auf der Rundstrecke die Nerven. Vier Strafsekunden aus dem ersten Wertungslauf machte er mit einem fehlerfreien zweiten Lauf wieder wett und war immerhin noch sechs Zehntel schneller als der Zweitplatzierte Liam von der Osten vom ASC Breitenfelde, der ein fehlerfreies Endergebnis hinlegte. Dritter wurde Niklas Baron vom MSC Trittau, ebenfalls ohne Pylonenfehler.

Alexander Walden vom AC Buchholzer Heidering fährt seine erste Saison und landete trotz der acht Strafsekunden auf einem sagenhaften vierten Platz. Eine sensationelle Leistung für einen Rookie, dessen Konkurrenten teilweise schon drei Jahre Erfahrung vorweisen können. Sein Teamkollege Joris Kleist ist ebenfalls ein Rookie, erwischte vier Pylonen und landete auf einen tollen 7. Platz. Auf Platz 15 kam Teamkollegin Ylvi Hamann, die ihre erste Saison fährt und in Tostedt auch ihr erstes Rennen bestritt.

K1: Henriette Krause holt den Heimsieg

In der K1 sitzen Kinder im Grundschulalter am Steuer und zeigen bereits erstaunlich viel Konzentration und Geschick. Sie müssen das Kart sicher durch den Parcours steuern und gleichzeitig die Pylonen im Blick behalten – eine anspruchsvolle Aufgabe für die jüngsten Motorsportler.

Am besten gelang dies Henriette Krause vom AC Buchholzer Heidering. Sie setzte sich mit zwei fehlerfreien Wertungsläufen an die Spitze. Die zweitschnellste Zeit brannte Sebastian Jannik Nowak vom MSC Bad Schwartau hin. Obwohl er vier Strafsekunden kassierte, reichte es für Platz 2. Auch Platz drei ging nach Buchholz. Ferdinand Wolf kam mit zwei Strafsekunden und einem Abstand von zwei Zehntel Sekunden zum Zweitplatzierten auf das Podium. Unsere jüngste Fahrerin, Mira Tilda Schulz (6 Jahre alt) bestritt ihr zweites Rennen und landete auf Platz 6.

Die Endläufe fest im Blick: Henriette Krause fährt fehlerfrei auf Platz 1.

K3: Ciara Rühle fährt fehlerfrei zum Sieg

In der K3 wurde es besonders eindrucksvoll. Zwölf Fahrerinnen und Fahrer traten an – und am Ende stand eine Buchholzerin ganz oben: Ciara Rühle. Sie zeigte, worauf es beim Kartslalom ankommt: Nicht die schnellste Zeit allein gewinnt – sondern die schnellste saubere Fahrt. Damit verwies sie Neo Falk Still vom MSC Bad Schwartau und Josh Riege vom MSC Trittau auf die Plätze zwei und drei. Damit war der dritte Heimsieg perfekt.

Für die Buchholzerin Franziska Krause lief es dagegen weniger glücklich. Ihre reinen Fahrzeiten zeigen, dass sie durchaus schnell unterwegs war. Insgesamt 14 Strafsekunden kosteten sie jedoch wichtige Plätze und katapultierten sie auf den 10. Platz.

Norik Hanmann vom AC Buchholzer Heidering belegte Platz elf. Als Rookie ist das erste Jahr in dieser Altersklasse schwer. Etliche der Fahrer haben bereits jahrelange Erfahrung. Er wäre nicht der erste Fahrer, der mit Geduld und Übung den Vorsprung der anderen aufholen und überholen kann.

K4: Buchholzer Doppelschlag

In der K4 standen neun Fahrer am Start – und nach den beiden Wertungsläufen war klar: Die ersten beiden Plätze bleiben in Buchholz.

Timm Krause legte zwei nahezu identische Läufe hin. Noch wichtiger: Beide Male zeigten die Tafeln der Sachrichter null Strafsekunden. Dahinter folgte Vereinskollege Kjell Rühle, der ebenfalls beide Wertungsläufe ohne Strafsekunden absolvierte. Dritter wurde Sebastian Reimann vom ASC Breitenfelde.

Fünf aus fünf – besser geht es nicht

Am Ende stand eine beeindruckende Bilanz für den AC Buchholzer Heidering: fünf Klassen, fünf Siege. Henriette Krause gewann die K1, Lian Marten Schulz die K2, Ciara Rühle die K3, Timm Krause die K4 und Eric Sparsam die K5. In der K4 sorgte Kjell Rühle zusätzlich für einen Buchholzer Doppelsieg.

Timm Krause holt den Sieg in K4.

Damit zeigte der Nachwuchs des Vereins beim Heimwettbewerb eindrucksvoll, was sich mit Training, Konzentration und viel Freude am Motorsport erreichen lässt.

Für die Zuschauer bot der Jugendkartslalom dabei spannende Rennen bis zum letzten Meter. Denn gerade die Strafsekunden machten immer wieder deutlich: Beim Kartslalom gewinnt nicht unbedingt derjenige mit der schnellsten Fahrzeit – sondern derjenige, der schnell genug ist und dabei die Pylonen stehen lässt.